Synergie (verstärkende Wirkung) mit anderen Stoffen:

Palmitoylethanolamid erhöht die Wirksamkeit von Schmerzmitteln wie Opiaten, Amitriptylin und Pregabalin. Auch kann es eingesetzt werden, um die Dosierung dieser Arzneimittel zu senken oder sie nach einiger Zeit sogar ganz zu ersetzen.(169-171)

In Kombination mit Zytostatika: Palmitoylethanolamid schützt vor den toxischen Wirkungen vieler Medikamente, die in einer Chemotherapie verabreicht werden. Es wird empfohlen, möglichst nach Rücksprache mit dem Onkologen bereits vor der Chemotherapie mit Palmitoylethanolamid (1200 mg/Tag) zu beginnen und die Einnahme erst einige Monate nach Ende der Chemotherapie zu beenden. Zudem hat Palmitoylethanolamid eine intrinsische Anti-Tumor-Wirkung, weshalb die Verabreichung einer Chemotherapie in Kombination mit Palmitoylethanolamid einen zweifachen therapeutischen Nutzen haben kann: eine bessere Wirkung der Chemotherapie und einen besseren Schutz der Körperzellen vor den Nebenwirkungen der Chemotherapie.

Bei Diabetes: Da Palmitoylethanolamid und R-Alpha-Liponsäure bei oxidativem Stress durch Diabetes synergistisch wirken, sollte erwogen werden, außer Palmitoylethanolamid auch R-Alpha-Liponsäure zu verabreichen (mindestens 3x täglich 100 mg). Die Kombination von Palmitoylethanolamid und R-Alpha-Liponsäure wirkt schmerzstillend und zellschützend.

Sonstiges: Bei neuropathischen Beschwerden kann Palmitoylethanolamid auch zusammen mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Acetyl-L-Carnithin verabreicht werden. Die Kombination mit Vitamin D3 kann bei chronischen Schmerzbeschwerden ebenfalls sehr sinnvoll sein.