Sicherheit

In den Studien zu Palmitoylethanolamid sind keine unerwünschten Nebenwirkungen aufgetreten, auch nicht bei älteren Personen und Kindern.(29,30)

In klinischen Studien wurden ohne unerwünschte Nebenwirkungen Dosierungen bis zu 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag angewendet (abgesehen von harmlosen Nebenwirkungen, die auch beim Placebo vorkommen).(168)

Der LD50-Wert (die Dosierung, bei der 50% der Versuchstiere sterben) lässt sich nicht bestimmen, weil die Verbindung ein natürliches Fett ist, das bei Verabreichung höherer Dosierungen von den Enzymen im Darm (Lipasen) einfach verdaut wird.

Ob es unbedenklich ist, Palmitoylethanolamid während der Schwangerschaft anzuwenden, ist noch unzureichend untersucht. Vermutlich ist es ebenso unbedenklich wie Erdnüsse und Eier.

Da der Abbau von Palmitoylethanolamid so einfach ist und auf Zellniveau erfolgt, ist eine Dosisanpassung bei Nierenerkrankungen wahrscheinlich nicht erforderlich. Das gilt auch für Leberinsuffizienz. Dennoch wird empfohlen, bei Nieren- und Leberinsuffizienz mit 1 x 400 mg pro Tag vorsichtig zu beginnen und die Dosis langsam (innerhalb einer Woche) auf die normale Dosierung von 1200 mg/Tag zu steigern.

Nach dem jetzigen Kenntnisstand gibt es keine unerwünschten Wechselwirkungen zwischen Palmitoylethanolamid und schulmedizinischen Arzneimitteln.